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Was verdient man mit Airbnb in Wien?

Realistische Erträge nach Wiener Bezirk 2026: ADR, Auslastung und Netto-Ergebnis – im Vergleich zur klassischen Dauermiete.

Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit

Wiener Altbau mit Fischgrätparkett und Stuck – Sinnbild ertragsstarker Kurzzeitvermietung

"Was verdient man wirklich mit Airbnb in Wien?" – die Frage, mit der fast jedes Erstgespräch bei uns beginnt. Die Antwort hängt von vier Faktoren ab: Bezirk, Objektgröße, Ausstattungsniveau und Betreiberdisziplin. Hier sind die realistischen Bandbreiten aus unserer laufenden Bewirtschaftung.

Die Rechenlogik: ADR × Auslastung – Kosten

Der Rohertrag ergibt sich aus Average Daily Rate (ADR) mal Auslastung. Davon gehen ab: Reinigung (trägt bei Goldnest der Gast), Plattformgebühren (Airbnb 14 %, Booking 15 %), Bewirtschaftung (20 % erfolgsbasiert), Instandhaltung (rund 5 % vom Umsatz) und Ortstaxe (durchlaufend). Was übrig bleibt, ist der Bruttogewinn vor Steuer.

Bandbreiten nach Wiener Bezirken (Stand 2026)

1. Bezirk (Innere Stadt)

ADR 180–320 €, Auslastung 78–88 %. Jahresumsatz einer 2-Zimmer-Wohnung typischerweise 45.000–68.000 €. Nach allen Kosten und Steuern: netto 27.000–42.000 €. Vergleich zur Dauermiete: 3–4× so viel.

4. Bezirk (Wieden)

ADR 140–220 €, Auslastung 74–84 %. 2-Zimmer typisch 34.000–48.000 € Umsatz, netto 20.000–29.000 €. Sehr stabile Nachfrage durch TU-/Karlsplatz-Nähe.

7. Bezirk (Neubau) & 8. Bezirk (Josefstadt)

ADR 130–200 €, Auslastung 76–86 %. Bei sauber eingerichteten Altbauten Umsatz 32.000–46.000 €, netto 19.000–28.000 €. Sehr guter Wiederkehr-Anteil.

9. Bezirk (Alsergrund)

ADR 120–180 €, Auslastung 72–82 %. Umsatz 28.000–42.000 €, netto 17.000–25.000 €. Ideal für Medizin- und Universitätsgäste.

2. Bezirk (Leopoldstadt) & 3. Bezirk (Landstraße)

ADR 100–160 €, Auslastung 70–80 %. Umsatz 24.000–36.000 €, netto 14.000–22.000 €. Aufwärtstrend seit U-Bahn-Ausbau.

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Was den Unterschied macht

  • Erste 30 Fotos. Der einzige echte Hebel im Inserat. Wer hier spart, verliert die Hälfte des ADR.
  • Dynamisches Pricing. Statische Preise lassen 12–18 % Umsatz auf dem Tisch – bei jedem einzelnen Objekt.
  • Bewertungen. Ab 4,9 Sterne schaltet Airbnb sichtbare Zusatzformate; darunter kaum. Zwei schlechte Bewertungen kosten pro Jahr 4.000–7.000 € Umsatz.
  • Antwortzeit unter 30 Minuten. Airbnb-Ranking hängt stark davon ab. Automatisierung allein reicht nicht.

Der ehrliche Vergleich zur Dauermiete

Eine gepflegte 60-m²-Altbauwohnung im 7. Bezirk erzielt als Dauermiete rund 1.100 € netto (Richtwert plus Zuschläge). Als Kurzzeitvermietung unter Führung: 2.400–3.200 € netto pro Monat. Der Mehrertrag ist real – aber er entsteht durch Führung, nicht durch Zufall.

Häufige Fragen

Antworten in Kürze

Was ist der durchschnittliche ADR einer Airbnb-Wohnung in Wien?
Je nach Bezirk und Ausstattung 100–320 € pro Nacht. Innere Stadt spitze, Leopoldstadt und Landstraße am unteren Rand des Kernstadtgebiets.
Wie hoch ist die typische Auslastung bei Airbnb in Wien?
Bei professioneller Führung 72–88 % pro Jahr. Selbstbetrieb liegt typischerweise 12–18 Prozentpunkte darunter.
Bringt Airbnb wirklich mehr als Dauermiete in Wien?
In den Kernbezirken (1., 4., 7., 8., 9.) 2–4× mehr netto. In Randlagen fällt der Unterschied deutlich geringer aus.
Was ist der größte Hebel für höheren Ertrag?
Die ersten 30 Fotos des Inserats und dynamische Preisgestaltung. Beide Punkte machen zusammen 20–30 % des möglichen Umsatzes aus.

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